Erfahrungsbericht – Praktikum an der Theißtalschule
Ein
wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Lehrerberuf ist die
Absolvierung zweier fünfwöchiger Praktika an einer Schule.
Auch die Theißtalschule in Niedernhausen bietet Lehramtsstudenten
die Möglichkeit erste Erfahrungen im Lehrerberuf zu sammeln.
Hier durften wir, Anabell Volkmar und
Daniel Siegel, vom 22. August bis 23. September 2011 erstmals
praktizieren. Wir studieren im dritten Semester Lehramt für die
Sekundarstufe 1 mit den Fächern Sport und Deutsch bzw. Englisch
und Mathe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Eines der Lehramtsmodule an der Uni,
die sogenannten „Schulpraktischen Studien“, setzt sich aus
drei Elementen zusammen. Dazu gehören ein
Praktikumsvorbereitungsseminar, das wir bereits im letzten Semester
besucht hatten, ein gerade von uns an der Theißtalschule
absolviertes Praktikum und ein Nachbereitungsseminar an der
Uni.
Während unserer Zeit an der
Schule hospitierten wir in verschiedenen Klassen des Gymnasial-,
Realschul-, Hauptschul- und auch Grundschulbereiches und hielten zudem
selbst Unterricht. Dabei begleiteten uns die beiden Praktikumsmentoren
Frau Hunold und Herr Laaß. Zu unserer Freude waren die
Lehrerinnen und Lehrer der Theißtalschule ausnahmslos sehr
aufgeschlossen, sodass wir das Gefühl hatten in jeder Stunde
willkommen zu sein. Außerdem hatten wir die Möglichkeit
Einblicke in AGs zu bekommen, Klassen bei dem dreitägigen
Sportprojekt mit zu betreuen, die Lehrer beim Schulfest zu
unterstützen und in der pädagogischen Nachmittagsbetreuung
mitzuarbeiten.
Insgesamt konnten wir also viele
verschiedene Erfahrungen, auch erstmalig aus der Sicht des Lehrers,
sammeln und lernten die schönen und schweren Seiten des Berufs
sowie die verschiedenen Anforderungen, die an Lehrer im und
außerhalb des Unterrichts gestellt werden, direkt kennen.
Persönliche Statements
Anabell Volkmar: „Mir
persönlich gefiel das Praktikum an der Theißtalschule sehr
gut und die 5 Wochen vergingen viel schneller als erwartet. Zu Beginn
war es ein komisches Gefühl von den Schülern auf dem
Pausenhof als „Frau Volkmar“ begrüßt zu werden
oder als Lehrperson alleine vor einer Klasse zu stehen. Auch vor meiner
ersten Unterrichtsstunde, die ich eigenständig halten sollte, war
ich etwas aufgeregt. Jedoch habe ich mich schnell daran gewöhnt
und konnte innerhalb kürzester Zeit viele tolle Erfahrungen
sammeln.“
Daniel Siegel: „Für mich
war es eine interessante und tolle Erfahrung meine alte Schule, die ich
selbst von 1996 bis 2000 besucht habe, nicht mehr aus der Sicht des
Grundschülers, sondern als Praktikant/Lehrer neu kennenzulernen,
zu sehen wie sich die Schule in den Jahren verändert hat und
einige alte Lehrer wiederzutreffen. Ein komisches Gefühl war es
für mich teilweise als eine Respektsperson vor Klassen zu stehen,
in denen Schüler saßen, die mich schon vorher privat gekannt
und bis dahin nur als einen „Kumpel“ angesehen
haben.“
Herbst 2011