Am 25.11. besuchten die Klassen 1 und 3 das Weihnachtsmärchen „Der Nussknacker“ in Taunusstein.
Als wir morgens in der Schule ankamen, wurden wir von unserer Klassenlehrerin am Aufstellplatz abgeholt. Dann stiegen wir in den Bus, der extra für unseren Theaterbesuch gebucht worden war, und fuhren los. In Taunusstein angekommen, mussten wir uns in eine lange Schlange stellen. Zum Glück waren wir aber bald im Saal – und dann ging es auch schon los…
Das Weihnachtsmärchen begann damit, dass eine Familie mit zwei Töchtern und einem Sohn am Bahnhof stand und auf ihren Zug wartete. Dieser sollte sie zu ihren Großeltern bringen, bei denen sie Weihnachten feiern wollten: „Ich habe dir doch gleich gesagt, dass wir schon einen Tag vor Weinachten mit dem Zug hätten fahren sollen! Und nun stehen wir hier herum und der Zug kommt nicht! Jetzt müssen wir zu Oma und Opa laufen…“ „Na toll! Erst muss ich überhaupt mit zu Oma und Opa und jetzt müssen wir auch noch laufen…“ „Müssen wir wirklich laufen?“
Nachdem sie dann doch endlich mit dem Zug angekommen waren, wurden sie von Oma, Opa und einem Onkel empfangen, der bekannt für seine schönen Geschenke war. Als die Bescherung begann, schenkten Oma und Opa den beiden Mädchen Tanzkleider. Der Junge bekam eine Spielzeugkanone. Der Onkel hatte für die jüngere Tochter Marie einen Nussknacker – ein besonderes Geschenk, wie sich später herausstellen sollte. Marie gefiel der Nussknacker sofort, aber sie musste ihn mit ihren Geschwistern teilen… Wenig später kam es dann so, wie es kommen musste, denn ihr Bruder machte den Nussknacker kaputt! Marie war sehr wütend auf ihn, aber es half alles nichts: Der Nussknacker blieb kaputt. Um sie zu trösten, erzählte der Onkel ihr ein Märchen und das ging ungefähr so:
Es war einmal ein König, der sechs von sieben Mäusen getötet hatte. Daraufhin wurde die Mäusemutter natürlich sehr sauer und drohte dem König, seiner Tochter etwas anzutun. Der König nahm die Drohung zunächst nicht ernst – doch als die Prinzessin kurze Zeit später zu ihm kam, hatte sie plötzlich einen Nussknacker-Kopf! Da ließ der König einen Jungen holen und versprach ihm, die Prinzessin heiraten zu dürfen, wenn er sie rettete. Der Junge schaffte es zwar – allerdings hatte er daraufhin selbst einen Nussknacker-Körper, weshalb die Prinzessin ihn nicht heiraten wollte…
Marie schlief schließlich ein. In ihrem Traum passierte dann etwas ganz Verrücktes: Sie hörte plötzlich Stimmen, setzte sich hin und sah ihre zwei Puppen, ihren Spielzeugsoldaten, ihre Tigerente und ihren Nussknacker aus der Spielzeugtruhe steigen! Schnell versteckte sich Marie unter der Bettdecke und lauschte den Stimmen der Kuscheltiere: „Mich mag Marie am meisten!“ „Das kann gar nicht sein, denn mich mag sie am meisten!“ Da kam der böse Mäusekönig herein. Die anderen versuchten noch, sich zu verstecken, aber der Mäusekönig fand sie und fragte nach Marie. Schließlich fand er diese hinter dem Sofa, hinter dem sich Marie in der Zwischenzeit versteckt hatte, und forderte ihre Schokolade. Marie gab ihm diese, woraufhin der böse Mäusekönig zum Glück verschwand. Dann kam endlich der Nussknacker zu Wort und erklärte: „Ich muss drei Sachen machen, um wieder ein Junge zu werden: Die goldene Nuss vom Baum holen, den Mäusekönig besiegen und jemanden finden, der mich in dieser Gestalt mag.“ Da freute sich Marie: „Die dritte Aufgabe ist schon gelöst, denn ich mag dich!“ Um die goldene Nuss zu pflücken, mussten der Nussknacker und seine Freunde ins Süßigkeitenland! Dort angekommen, traf der Nussknacker alte Bekannte, die er nach der Nuss fragte. Doch die Nuss war weg! Also gingen sie erst einmal zum Palast, um gegen den Mäusekönig zu kämpfen. Dort bekamen sie den Tipp, dass der König bei schöner Musik schwach werde… Da teilte der Nussknacker seine Freunde auf: Er selbst und der Soldat holten die neue Spielzeugkanone von Maries Bruder und die anderen kümmerten sich um die Musik. So gelang es ihnen, den Mäusekönig zu besiegen! Und was entdeckten sie da? Die goldene Nuss! Schnell holten sie die Nuss – und der Nussknacker konnte sich endlich wieder zurückverwandeln…
Als Marie morgens aufwachte, war sie ganz verwirrt: Hatte sie das alles nur geträumt? Sie schaute in ihre Spielzeugtruhe – und sah, dass ihr geliebter Nussknacker wieder ganz war!
ENDE
von Emma Williams, Klasse 3c

