Buch des Monats (Februar 2018)

Gefährliche Kaninchen

(Kirsten John)

„Vielleicht sind wir bei der Geburt vertauscht worden und haben erst jetzt unsere richtige Familie gefunden.“ (S. 32)Bildergebnis für Gefährliche Kaninchen jpg

Kennst Du das? Manchmal findet man seine eigenen Eltern unmöglich und würde sie am liebsten austauschen.

Genauso geht es Max und Leonie in dem Buch „Gefährliche Kaninchen“. Beide Kinder kommen aus vollkommen unterschiedlichen Familien. Max ist ein Einzelkind und fühlt sich in der Gegenwart seiner stets lesenden Eltern allein und nicht wahrgenommen. Er muss immer leise sein, um seine Eltern nicht zu stören und wünscht sich nichts mehr als eine Familie, mit der er ausgelassen toben und Spaß haben kann.

Leonie hingegen stammt aus einer Großfamilie. Sie sehnt sich danach, mal alleine sein und gemütlich in einem Buch schmökern zu können. Allerdings ist dies im Kreise ihrer fünf Geschwister, den Eltern, die sich oftmals sehr jugendlich verhalten und dem Trubel in dem viel zu kleinen Haus geradezu unmöglich.

An einem Tag treffen sich Max und Leonie zufällig an einem Bach in der Nachbarschaft. Dieser Ort stellt für beide ein Refugium dar, wo sie machen können, was sie wollen und was sie zu Hause nicht dürfen: Leonie kommt zum Lesen hierher und Max spielt hier heimlich mit seinem Gameboy. Die beiden freunden sich an und stellen fest, dass jeweils der andere das Lebensumfeld hat, was sie sich beide wünschen. Die Konsequenz? Sie schmieden einen Plan, ihre Familien zu tauschen. Zunächst läuft der Tausch nach Plan, doch schon bald merken die Kinder, dass sowohl Max Eltern als auch Leonies Familie in Schwierigkeiten stecken. Gemeinsam hecken sie einen weiteren Plan aus und bringen damit ihr Leben und das ihrer Familien gehörig durcheinander, was aber letztendlich für alle eine positive Wendung mit sich bringt.

Gefährliche Kaninchen ist ein Buch, das mit viel Humor zwei – auf den ersten Blick – vollkommen unterschiedliche Familien zeigt, die sich dann aber doch ganz wunderbar ergänzen.

Für jüngere Kinder eignet sich „Gefährliche Kaninchen“ prima zum Vorlesen, ältere Kinder können es hingegen schon alleine lesen. Ein schönes Buch – oft zum Lachen – für Groß und Klein.

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